Wolters Kluwer Deutschland

Aktuelle Ausgabe der GuG

GuG 3/2019

Einzelheft: 51,00 €

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Erscheint am 03. Mai 2019

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Zum Inhaltsverzeichnis

Aus dem Inhalt

Rechtsfragen bei der Ausübung des Vorkaufsrechts zum Verkehrswert
Joachim Kronisch

Abstract:
Nach § 28 Abs. 3 Satz 1 BauGB kann die Gemeinde das ihr beim Kauf von Grundstücken zustehende Vorkaufsrecht in der Weise ausüben, dass von ihr an den Verkäufer nicht der von diesem mit dem Käufer vereinbarte Kaufpreis, sondern lediglich der Verkehrswert gezahlt werden muss. Diese Limitierung ist an die Voraussetzung gebunden, dass der vereinbarte Kaufpreis den Verkehrswert des Grundstücks deutlich überschreitet. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Überschreitung dem Rechtsverkehr erkennbar ist. Macht die Gemeinde von dieser Option Gebrauch, steht dem Verkäufer – mitunter noch Jahre nach Erlass des Ausübungsbescheids – ein Rücktrittsrecht zu. Der Beitrag erläutert die Voraussetzungen der Verkehrswertlimitierung und erklärt das Rücktrittsrecht sowie die Konsequenzen, die sich aus seiner Wahrnehmung für Verkäufer, Käufer und Gemeinde ergeben. Wird von dem Rücktrittsrecht kein Gebrauch gemacht oder dieses nicht fristgerecht ausgeübt, schuldet die Gemeinde dem Verkäufer als Kaufpreis lediglich den im Ausübungsbescheid bestimmten Preis. Ihr Eigentumserwerb vollzieht sich – anders als sonst – nicht rechtsgeschäftlich, sondern folgt speziellen Regeln.

 

Steuervergünstigungen für Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen: Sonderabschreibungen nach §§ 7h, 10f EStG
Reinhild Leins

Abstract:
In einem vorangegangenen Beitrag wurde die Steuervergünstigung für denkmalgeschützte Gebäude nach den §§ 7i und 10f des Einkommensteuergesetzes dargestellt. Im folgenden Artikel geht es nun um die Inhalte der Steuervergünstigungen für Gebäude in Sanierungsgebieten und Städtebaulichen Entwicklungsbereichen nach §§ 7h und 10f EStG und die Voraussetzungen für deren Inanspruchnahme. Die möglichen monetären Auswirkungen dieser Steuervergünstigungen werden noch einmal geschätzt.

 

Kündigung wegen wirtschaftlicher Verwertung
Axel Wetekamp

Abstract:
An Standorten mit hoher Wohnungsnachfrage sind Investoren bestrebt, Grundstücke baulich optimal auszunutzen. Wenn die vorhandene Bebauung einer wirtschaftlichen Verwertung entgegensteht, stellt sich die Frage nach den Handlungsmöglichkeiten vor allem in den Fällen, in denen die Objekte vermietet sind. Dieser Beitrag setzt sich mit den Regelungen zur ordentlichen Kündigung von Mietverträgen wegen wirtschaftlicher Verwertung des Grundstücks auseinander.

 

Heterogene Entwicklung von Baulandpreisen in Deutschland: Preisdynamik, Werttreiber, Cluster
Steffen Metzner

Abstract:
Baulandpreise haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verteuert. Die Entwicklung erfolgte im Standortvergleich jedoch sehr unterschiedlich. Zukünftige Entwicklungen können besser prognostiziert werden, wenn sowohl die Bandbreiten als auch die Einflussfaktoren der Preisentwicklung bekannt sind. Die vorliegende Studie untersucht dazu den Einfluss der Parameter Marktgröße, Region und wirtschaftliche Dynamik. Die Datengrundlage umfasst Baulandpreise der kreisfreien deutschen Städte ab 100.000 Einwohnern.

 

Vollerhebung der Gutachterausschüsse in Baden- Württemberg und Auswertung der Grundstücksmarktberichte
Markus Staiber / Charline Meidinger

Abstract:
Das Land Baden-Württemberg besteht aus 1.101 Gemeinden – diese wurden kontaktiert und festgestellt, dass Anfang 2018 887 Gutachterausschüsse tätig und zwei unbesetzt sind. 66 Gutachterausschüsse erstellen Grundstücksmarktberichte, so das Ergebnis der Befragung. Die Grundstücksmarktberichte wurden nach folgenden wertrelevanten Daten ausgewertet: Bodenpreisindexreihen, Umrechnungskoeffizienten zur GFZ/WGFZ-Anpassung, Sachwertfaktoren, Grundlagen der Ableitung von Sachwertfaktoren, Vergleichsfaktoren für Eigentumswohnungen, Umrechnungskoeffizienten für Vergleichsfaktoren von Eigentumswohnungen, Definition der Eigentumswohnung, Liegenschaftszinssätze und Rohertragsfaktoren. Es fand eine Gesamtauswertung sowie eine Auswertung nach Einwohnern pro Gutachterausschuss statt. Des Weiteren gibt die Arbeit Antworten zum Intervall, in dem Bodenrichtwerte festlegt werden, sowie dem Zeitpunkt der letztmaligen Bodenrichtwertfestlegung.