Wolters Kluwer Deutschland

Ein Hackathon kann die Digitalisierung des Rechtmarkts mitgestalten

Wolters Kluwer Deutschland ist einer der führenden Anbieter von Fachinformationen für die Bereiche Recht, Wirtschaft und Steuern – und gemeinsam mit Ebner Stolz, einer der größten unabhängigen mittelständischen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland, Sponsor und Ausrichter des Global Legal Hackathon 2020. Mit Johannes Klostermann, Head of Innovation bei Wolters Kluwer Deutschland, sprachen wir über dieses Engagement und über das Format Hackathon.

Was bringt ein Hackathon für den Markt?

Der juristische Bereich hinkt im digitalen Ökosystem etwas hinterher. Die Ursachen liegen zum einen in der Komplexität vieler Sachfragen, bei denen Automatisierung nicht so leicht umzusetzen ist. Zum anderen ist die Branche immer noch sehr traditionell aufgestellt. Auch deshalb haben es Start-ups im Legal-Bereich schwerer als in anderen Branchen. Wir sind jedoch überzeugt, dass sich hier in Sachen Digitalisierung in naher Zukunft einiges ändern muss und wird. Den Markt dabei mitzugestalten, die richtigen Ideen voranzutreiben und zu etablieren, ist für Wolters Kluwer sehr wichtig. Hackathons sind ein Baustein, der dazu beitragen kann. Dort treffen sich Menschen, die sich mit kreativen, manchmal auch verrückt klingenden Ideen beschäftigen und ganz ohne Zwänge und mit viel Freiraum ausprobieren, ob diese Ideen funktionieren können. Hackathons wirken damit oft als Innovationstreiber.

Wie funktioniert der Übergang vom Hackathon-Ergebnis in den Markt?

Als Veranstalter haben wir nicht den Anspruch, dass bei einem Hackathon eine konkrete Lösung herausspringt, die zur Marktreife weiterentwickelt werden kann. Vielmehr geht es darum, dazu beizutragen, dass sich der gesamte Markt in Richtung digitales Ökosystem weiterentwickelt. Und diesen Prozess wollen wir mit Hackathons unterstützen.

Welche Auswirkungen hat ein Hackathon auf Produktideen und -entwicklungen?

Die Lösungen und Ideen, die bei einem Hackathon entwickelt werden, sind das geistige Eigentum der Teilnehmer. Wir nehmen da niemandem etwas weg. Es ist für uns aber in vielerlei Hinsicht bereichernd zu sehen, welche Probleme thematisiert werden und auf welche Lösungsansätze die Teilnehmer kommen. Dieser kreative Input ist für uns eine Quelle der Inspiration, für die wir sehr offen und dankbar sind. Darüber hinaus nehmen die teilnehmenden Kollegen von Wolters Kluwer viele Dinge mit, von denen sie bei ihrer Arbeit profitieren. So muss man bei einem Hackathon sehr fokussiert arbeiten und in sehr kurzer Zeit für eine Idee eine Lösung entwickeln. Normalerweise dauert dieser Prozess viel länger und wenn die Kollegen das in sehr kurzer Zeit tun, setzt das neue Kreativität frei. Diese Erfahrung nehmen sie mit in den Arbeitsalltag, was sehr befruchtend ist.

Was nehmen die Teilnehmer des Hackathons nach dem Wochenende mit?

Die Teilnehmer können viele wichtige Erfahrungen machen. Sie lernen im Team, wie sie eine Produktidee gestalten und präsentieren können, wie sie pitchen. Es sind immer wieder auch Unternehmerpersönlichkeiten dabei, die beim Hackathon ihre Erfahrungen und ihr Wissen einbringen und erweitern. Wolters Kluwer ist als Ausrichter und Sponsor mit von der Partie. Außerdem sind wir mit Kollegen dabei, die als Mentoren fungieren, den Teilnehmern ihr Know-how zur Verfügung stellen und während des gesamten Events als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Dabei ist der Umgang miteinander immer locker und persönlich, um eine kreative und ungezwungene Arbeitsatmosphäre zu fördern. Die Teilnehmer schätzen diesen Wissenstransfer und die Unterstützung sehr.

Weitere Infos und die Anmeldung zum Global Legal Hackathon gibt es hier.