Wolters Kluwer Deutschland

Künstliche Intelligenz wird die nächste industrielle Revolution sein

Künstliche Intelligenz wird die nächste industrielle Revolution sein

Michael Gloss, Geschäftsführer Regulatory bei Wolters Kluwer Deutschland.
Bildquelle: Frank Metzemacher/it-zoom.de

Als führender Informations- und Wissensdienstleister kombiniert Wolters Kluwer inhaltliche Stärke mit technologischer Kompetenz und bietet aus einer Hand Wissen und Lösungen, die seine Kunden in der täglichen Arbeit bestmöglich unterstützen. Michael Gloss ist Geschäftsführer bei Wolters Kluwer Deutschland und leitet den Bereich Regulatory, der u.a. compliance-relevante Inhalte zielgruppengerecht aufbereitet und vermittelt. Eine wichtige Säule seines Servicegeschäfts stellen branchenübergreifende Großkongresse für Führungskräfte dar, auf denen Kompetenzvermittlung und fachlicher Austausch im Fokus stehen. So auch auf dem Deutschen IT-Leiter-Kongress 2018 (DILK), den Wolters Kluwer zum ersten Mal vom 17. bis 19. September in Düsseldorf veranstaltet. Ein Thema, das hier besonders im Fokus steht, ist das Thema Künstliche Intelligenz. Warum es darüber hinaus so relevant ist, erläutert Michael Gloss im Interview.

IT-DIRECTOR: Immer wieder geht es heutzutage auch um Big Data Analytics, Künstliche Intelligenz oder Machine Learning. Wie lassen sich Daten künftig beherrschen und richtig nutzen?
M. Gloss: Mit der Digitalen Transformation ändern sich die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen. Immer mehr Geschäftsmodelle funktionieren nur noch datenbasiert und -zentriert. Daten über Kunden, Märkte und Konkurrenten sind die Währung der Zukunft, der richtige Umgang mit ihnen ist entscheidender Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Von daher werden Big-Data-Analysen immer wichtiger. Hier geht es nicht nur um die Speicherung von Daten und um deren intelligente Bereitstellung. Noch entscheidender ist das Tempo der Datenauswertung. Durch Auswertungen in Echtzeit können Unternehmen deutlich schneller handeln als der Wettbewerb. Künstliche Intelligenz hingegen wird die nächste industrielle Revolution sein – und zwar über alle Branchen hinweg. Die größte Herausforderung liegt hier bei den grundlegenden zentralen Fragestellungen und Rahmenbedingungen. Aus meiner Sicht muss sich ein global einheitliches Verständnis und darauf aufbauend ein festes Regelwerk für Künstliche Intelligenz entwickeln.

IT-DIRECTOR: Wie wird KI die Arbeitswelt und insbesondere die Arbeitsplätze verändern?
M. Gloss: Sicherlich wird es im Zuge der Digitalisierung große Umbrüche geben, die wiederum dazu führen, dass sich Arbeitsplätze gravierend verändern. Doch nicht alle Menschen müssen Angst haben, ihren Job zu verlieren. Man denke an das Zeitalter der Industrialisierung, wo einige Berufsfelder wegfielen, zeitgleich aber auch neue geschaffen wurden. Anstelle der Kutscher gab es dann die ersten Chauffeure. Ein anderes Beispiel: Werden künftig keine Ingenieure mehr benötigt, die Verbrennungsmotoren entwickeln, braucht man stattdessen vielleicht deutlich mehr Designer für die Ausgestaltung der Fahrzeuginnenräume. Oder fallen die Jobs für ‚Brummifahrer‘ weg, da die Logistiker zunehmend auf autonom fahrende LKW setzen, benötigt man stattdessen Mitarbeiter in neuen Leitzentralen für die Verkehrssteuerung.

IT-DIRECTOR: Wie ist es aktuell im Bildungswesen um die Vermittlung von Digital- oder Medienkompetenz bestellt?
M. Gloss: Hier tut sich sehr viel. Es gibt Fürsprecher seitens der ITK-Industrie, solche Kompetenzen verstärkt bereits in die frühkindliche Erziehung einzubeziehen. Allerdings sollte man es nicht übertreiben und die Kinder überfordern. Denn Kinder sollten in erster Linie „Kind“ sein dürfen und in der analogen Welt – mittels Haptik und Kreativität – eine unbeschwerte Kindheit erleben können. Heute muss noch kein Vierjähriger wissen, wie man Programmiercodes schreibt.

Weitere Informationen zum Deutschen IT-Leiter-Kongress 2018 finden Sie hier: www.deutscher-it-leiterkongress.de/

Das Interview ist im Magazin „IT-DIRECTOR: Business-Magazin für IT-Manager und CIOs“, Ausgabe 7-8/2018 sowie online auf it-zoom.de erschienen und kann hier in voller Länge gelesen werden!