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Studie von Wolters Kluwer und der ECLA: Rechtsabteilungen erwarten, dass in fünf Jahren mehr als 40 % der täglichen Arbeit durch Legal Tech unterstützt wird

  • Eine neue europaweite Studie zur Entwicklung moderner, digitaler Rechtsabteilungen von Wolters Kluwer und der European Company Lawyer Association (ECLA)

Alphen a.d. Rhijn / Köln, 5. Mai 2020. Die Digitalisierungsstrategie von Rechtsabteilungen befindet sich in einer kontrollierten Umbruchphase. Die Studie  „Rechtsabteilungen im digitalen Zeitalter“ von Wolters Kluwer und der ECLA hat ergeben, dass ein erheblicher Anteil der Rechtsabteilungen in ganz Europa sich der Notwendigkeit von Veränderungen bei Organisation, Prozessen und Management durchaus bewusst sind. Hinsichtlich der Einschätzung des Reifegrades und der Identifizierung des dringlichsten Verbesserungsbedarfs wird jedoch klar, dass Rechtsabteilungen die Notwendigkeit einer Digitalisierungsstrategie zwar erkennen, aber oftmals konkrete strategische Umsetzungskonzepte fehlen und insgesamt erheblich mehr getan werden muss, damit von einer konsequenten Transformation dieser Geschäftsfunktion die Rede sein kann.

Angesichts der globalen Krise, die wir gerade erleben, bergen die Umfrage- und Untersuchungsergebnisse sogar noch größere Dringlichkeit – die „neue Normalität“ wird in Rechtsabteilungen dazu führen, durch den Einsatz moderner digitaler Lösungen die Rechtsabteilung von heute in eine intelligentere und effizientere Unternehmenseinheit umzuwandeln.

„Rechtsabteilungen haben oftmals nach der Maxime agiert “Never change a running system“. Wir sind deshalb derzeit von der Einführung hochmoderner Modelle und Ansätze immer noch weit entfernt. Wie die Studie jedoch belegt, herrscht großer Enthusiasmus in ganz Europa: Unternehmensjuristen erwarten erhebliche Veränderungen bei der Art und Weise, wie juristische Tätigkeiten mit der Unterstützung anwendungsorientierter Technologien erledigt werden“, so Jonathan Marsh, ECLA-President und Vice President, International General Counsel, bei Total Marketing & Services.

Die Studie Legal Departments in a Digital Era beruht auf quantitativen Interviews mit ca. 400 Unternehmensjuristen aus fünf europäischen Ländern: Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Belgien. Untersucht wurde, welche Fortschritte in Rechtsabteilungen hinsichtlich der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie bereits erzielt wurden und was die Hürden sind, die sie dabei überwinden müssen. Bei der Umfrage lagen die Schwerpunkte auf der Positionierung und den Prioritäten von Rechtsabteilungen innerhalb ihrer Unternehmen, den bestehenden Digitalisierungsstrategien, Organisation & Budget sowie auf der praktischen Erfahrung mit Legal Tech Tools

Den vollständigen Studienbericht auf Englisch und eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch können Interessenten auf der folgenden Seite kostenfrei herunterladen: https://unternehmensjuristen.wolterskluwer.de/studien

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Umfrage gehören:

  • Positionierung: 76 % der Rechtsabteilungen in Europa sind als eng integrierter Teil des Unternehmens aufgestellt, 24 % agieren als externe Anwaltskanzleien in der Organisation.

  • Aktuelle Prioritäten: Collaboration-Tools wurden bereits von 47 % der europäischen Rechtsabteilungen verbessert, gefolgt vom Dokumentenmanagement (35 %) und der Darstellung des Mehrwertes, den die Rechtsabteilung liefert (34 %). Verbesserungen in den Bereichen Prozessstrukturierung und Informationsmanagement sind bei etwa der Hälfte der Rechtsabteilungen geplant.

  • Digitale Strategien: 47 % der Rechtsabteilungen in Europa haben bereits eine Digitalisierungsstrategie festgelegt, wobei weitere 20 % dies derzeit in Erwägung ziehen. Gerade einmal 33 % der Digitalisierungsstrategien verfügen jedoch über spezifische Zielsetzungen und einen zeitlichen Horizont zur Erreichung von Meilensteinen.

  • Digitale Budgets: Obwohl 67 % der Rechtsabteilung über eine Digitalisierungsstrategie verfügen, ist nur bei 33 % dieser Strategien ein konkretes Budget geplant. Die verfügbaren Budgets weichen erheblich voneinander ab, die Mehrheit der Rechtsabteilungen mit einem konkreten Budget verfügt derzeit jedoch über Mittel von bis zu 100.000 €.

  • Bereits genutzte Legal-Technology-Lösungen: 60 % der Rechtsabteilungen haben bereits die gemeinsame Datennutzung verbessert. Tools für das Datenschutz-Management werden derzeit europaweit in 33 % der Rechtsabteilungen eingesetzt. Legal-Technology-Lösungen wie Lifecycle-Management, Datenschutz-Management, Legal Matter-Management, e-Signature- und Legal-Spend-Management werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich beschleunigt eingeführt.

„Die Studie zeigt deutlich, wie wichtig es ist, in der Rechtsabteilung eine Digitalisierungsstrategie und einen entsprechenden Umsetzungsplan zu etablieren. Für die richtige Auswahl, Einführung und Nutzung neuer Technologien ist entscheidend zu verstehen, wie eine Rechtsabteilung in einem bestimmten Unternehmen optimal funktioniert. Nur wenn die Digitalisierungsstrategie auf die Gesamtstrategie abgestimmt ist und sich an den Prioritäten einer Rechtsabteilung orientiert, lassen sich ihre Vorteile maximal ausschöpfen. Technologie kann Rechtsabteilungen in diesen schwierigen Zeiten zusätzlich unterstützen“, so Ralph Vonderstein, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereichs Legal Software bei Wolters Kluwer Deutschland

Effektive Unterstützung für den modernen Juristen, inklusive einer beschleunigten Einführung von Legal Tech

Darüber hinaus ging es in der Studie um die Frage, woher die Unterstützung für eine Digitalisierungsstrategie innerhalb des Unternehmens kommt. Die Antwort: Unterstützung für die Transformation von Rechtsabteilungen gibt es im gesamten Unternehmen, angefangen bei den obersten Führungsetagen, über sämtliche Ebenen der Rechtsabteilung bis hin zur IT-Abteilung. Die Erwartungen sind hoch: 63 % der Teilnehmer gehen davon aus, dass Legal Tech in fünf Jahren bei 40 % bis 80 % der täglich anfallenden Arbeit eine Rolle spielen wird.

Zusätzlich zu den Umfrageergebnissen enthält die Studie Legal Departments in a Digital Era Erkenntnisse von Rechtsexperten aus den fünf untersuchten europäischen Regionen.

Über die European Company Lawyers Association (ECLA)
Die European Company Lawyers Association (ECLA) ist die Dachorganisation für 19 europäische Unternehmensjuristenverbände und vertritt 68.000 Unternehmensjuristen in Europa. In mehr als dreißig Jahren hat sich die ECLA als führender Vertreter der Unternehmensjuristenverbände und ihrer Mitglieder in Europa einen Namen gemacht. In dieser führenden Position hat die ECLA eine Plattform für die Interaktion mit Unternehmensjuristen, Organisationen und beschlussfassenden Gremien in Europa geschaffen.

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